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Erlebnis: Abenteuererfahrung! – Ohne Erfahrung wird aus dem Ereignis „Abenteuer“ kein Erlebnis.

(wie im Folgenden bemerkt werden wird, sind uns sprachlich enorme Grenzen unseres eigentlich endlosen Geistes auferlegt, die wir nur durch die Versuche Fauxamis („falsche Freunde“) zu vermeiden und durch den Mut zu neuen Wortschöpfungen überwinden können.) Ein Abenteuer ist ein Ereignis, welches sich jedoch nicht seiner selbst willen ereignet. Das heißt ein Abenteuer erhebt sich nur darin zu diesem, dass es bemerkt und damit gefühlt bzw. erfahren wird. Auch die Umwelt, Schauplatz des Abenteuers, ist per se nicht „da“, bis sie als solche bemerkt und als observabel wahrgenommen oder erfahren wird – und zum Verursachen eines Gefühls (Gefühle) anregt. Ein Abenteuer zeichnet sich im Unterschied zu anderen Situationen (z.B. Alltag) auch darin aus, unerhört zu sein. Das heißt es ist ein 'Moment der Neue' (i.S. Neuheit), der Unvorhersagbarkeit, der Unberechenbarkeit und des Gespanntseins auf Zukünftiges – der Neugierde. Etymologisch stammt Abenteuer von mhd. aventiure und dies vom Zwischenwort (lat.) advenire, d.h. sich zutragen (werden), zukommen auf – also ereignen. (Bekannter sind einem sicherlich die Spannungen der vorweihnachtlichen Zeit, des Advents, getragen von der Vorfreude auf baldige Überraschungen, ein mit Spannung erwartetes Ereignis, was nicht selten zum Erlebnis wird). Das althochdeutsche Substantiv jedenfalls meint damit ein Ereignis, ein kühnes Wagnis, etwas Ungewöhnliches oder Seltsames, so auch Thomas Lang (2006, S. 29). „Vor diesem Hintergrund zeigt sich das richtige Abenteuer als eine Form des intensiv Sich-selbst-Erlebens, und zwar durch aktives Tun innerhalb eines Handlungsbogens“ Thomas Lang (2006, S. 29), dessen Spannung, als Anzeiger eines gelungenen Abenteuers, daraus resultiert, dass man sich teils neuen, ungewissen oder unerhörten Situationen aussetzt. Dem Tun wiederum wohnt ein zusätzlicher Quotient inne – die Möglichkeit des Erlebens seiner Selbstwirksamkeit/Souveränität, was das Erleben seines (eigenen) Selbstwertes ermessen/erfühlen ließe (vgl. Ausführugnen zu eul W27 „Erlebnis – BEZIEHUNGsweise – Hand-Arbeit“). „Seinen Selbstwert erlebt man in der eigenen Unmittelbarkeit, Resonanz und seinem Lebendigsein“ (Vera Oostinga, Flyer) – im Abenteuer des sich selbst Erlebens. Ein Abenteuer ist etwas, das mir widerfährt, so wie mir eine Erfahrung widerfährt. Es ist also direkt an eine Erfahrungsnahme und ganz genau genommen an eine Primärerfahrungsnahme gebunden, in Gang gesetzt durch das eigene aktive Tun – Teilnehmen. Ein Abenteuer kann mich überraschen oder faszinieren, gegebenenfalls auch überwältigen, aber es kann mich nicht „beabenteuern“. Das Substantiv Abenteuer hat kein Verb, so wie es bspw. erleben, erfahren und erfreuen gibt. Sondern die abgeleiteten Verben sind zumeist nur reflexiv, und drücken eine starke Verknüpfung mit einer aktiven Person aus; z.B. „sich ins Abentuer stürzen“. Das heißt ein Abenteuer kann vieles, aber mich nicht 'beabenteuern'. Ein Erlebnis wiederum kann man erleben und hernach erfahren. Obgleich, im erlebten Abenteuer (ein Ereignis) kann etwas (Ergebnis des Ereignisses) erfahren werden. Man kann erleben, jedoch nicht 'ereignissen' oder 'abenteuern'. Das Erleben lässt Erlebnisse zu und fördert das Erlangen von Erfahrung zutage. Ein Erlebnis allerdings erlange man nur durch/im 'Bewusstsein'. Ein Abenteuer ist an sich ein „stand by- Zustand“ (im Meer aller Möglichkeiten; im Feld der “Superposition“, wie es die Quantenphysiker sagen, vgl. Mc Taggert, Warnke, Dürr). Also ein Abenteuer ist eine 'Ob-position' (in 'Ob' kommt das 'Entgegenwerfen' (vgl. Entwurf) zum Ausdruck, in 'posito' kommt eine 'Lage', 'in eine Lage versetzt', ein 'Fall', ein 'gesetzt dem Fall' zum Ausdruck, d.h. eine Möglichkeit, im engl. 'possi-bility') – ein observabler (bemerkenswerter) Zustand – einen Bewusstseinszustand generierend. Nur dieser hätte das Potential der 'Ladung eines Ereignisses'. Zu einer Erfahrung generiert es sich obgleich nur durch die subjektive Wahrnehmung (Schlüsselbegriff in der SIP, vgl. e&i 5/2018, S. 25) bis hin zum Erreichen des Grades der Bewusstwerdung (als Teil von Erfahrung), die einem diesen Zustand zu 'eigen' bzw. bewusst macht. Da dem Abenteuer observable Eigenschaften innewohnen – als dessen Grundvoraussetzung – ist es einem Subjekt zugänglich (ob-jektivisch; gegenüberstehend). Das Ereignis 'Abenteuer' lässt sich also erleben, wird dem Subjekt durch sein 'per ob-positionem', erfahrbar (an Fühlen/Gefühl gebunden; später mehr), d.h ist in der Lage – in seiner 'Ob-position' Erfahrung und Erlebnis zu verursachen und Erkenntnis und Erinnerung (daran) zu aktivieren. Ganzheitlich betrachtet streifen wir damit mehrere Fachgebiete (interdisziplinär bzw. integral): Neurologie, Biologie bzw. Sportwissenschaft (Leiblichkeit), Psychologie (fühlen, Seele), Erlebnispädagogik …, welches in seiner Gänze nur mit Hilfe von Philosophie und Holismus bzw. Quantenphilosophie (Quantenphysik) erfassbar würde.

(Eine Abbildung dazu ist in meinem geplanten Buch vorgesehen)

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Nadine Thoma

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