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Wildnispädagogik - noch 'wildere' Kinder? Ja bitte!

Das, was wir heute als Wildnis bezeichnen, war früher einmal unser Lebensraum. Heute sind nur noch wenige Naturvölker in der Natur zu Hause, tief verwurzelt mit ihr – mit ihren Instinkten und ihrer Weisheit. Im Laufe des Kultivierungsprozesses wurde uns die Natur zunehmend fremd. Dies wünscht die Wildnispädagogik aufzulösen. Ein einfaches Mittel hierfür ist die natürliche und erlebnisorientierte Lehrweise des 'Coyote Teaching' – die Lehrmethode der Naturvölker. Methoden und Techniken werden effektiv und erfahrungsbasiert vermittelt, um aufs Neue eine Verbindung mit allem Lebendigen herstellen zu können, um sich seinen Ängsten und Grenzen über leibhaftes Erleben bewusst zu werden und diese schließlich eigenverantwortlich verschieben zu können. Die Wildnispädagogik wird so zu einer Brücke zwischen tradiertem Naturwissen und den neuen Erfordernissen unserer Zeit. (mehr) Da der Begriff „Wildnis“ aus Amerika stammt, und „wild“ angelsächsisch für freie Natur steht, ist hier als „wild“, „natürlich“, d.h. naturnah „unkultiviert“ gemeint. Um ein tiefgreifendes Verständnis für die uns umgebende Natur wieder zu erlangen, ist es bedeutsam in seinem natürlichen Umfeld wieder heimisch zu werden. Ein Gefühl, was viele Ureinwohner noch heute besitzen. Dies zu erreichen, muss man gewisse Fähigkeiten des Naturhandwerks wiedergewinnen, sich gut in der Natur auskennen, und sich darauf einstellen können. Tom Brown, Begründer der „Wilderness Education“ („Edukation“ aus dem Griechischen; „herausbringen“) aus den USA, sagt, „der Vater des Überlebens sind die Fähigkeiten. Die Mutter des Überlebens ist die Einstellung“. Dies meint, neugierig zu sein, also alles über seine Umgebung lernen zu wollen, den Boden, die Pflanzen, die Tiere, das Wetter, den Jahreszeitenrhythmus. Wenn man einmal damit beginnt, sich mit ihnen auseinander zu setzen, wird man schnell erkennen, wie alles mit einander verbunden ist. Bei der wildnispädagogischen Lehrmethode des 'Coyote Teaching' kann insbesondere durch Beobachten, Nachahmen und Vorbild gelehrt und gelernt werden. Menschen besitzen das einzigartige Geschenk des freien Willens. Sie können sich damit für oder gegen die Natur entscheiden, was eine Entscheidung für oder gegen das Leben – oder uns selbst ist. Die Wildnispädagogik möchte lehren mit den Elementen zu leben, anstatt gegen sie anzukämpfen. Dies gelingt umso besser, je mehr man diese kennen lernte und je flexibler man in der Lage ist, sich auf verändernde Gegebenheiten einzustellen. Pädagogische Prinzipien dieser Schule sind die Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit und des Verstehens von natürlichen Zusammenhängen. Es geht um die Erarbeitung von Kompetenzen (Naturhandwerkln) und Wissen für das (Über)Leben in der Natur, ohne sie zu zerstören. Hintergrund dieser Leitlinien ist die Überlegung, dass Menschen am besten durch Neugierde und eigene Erfahrungen lernen (gehirngerecht). Experimentieren und sich hinterfragen trägt dazu bei. Damit gehen ganz allgemein, parallel eine Förderung des eigenverantwortlichen Bewusstseins und eine Persönlichkeitsentwicklung einher.

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Nadine Thoma

August-Bebelstr. 12

07629 Hermsdorf

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